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Charlie MarianoSzene aus 'Charlie Mariano: Last Visits'In dem Charles-Mingus-Klassiker „The Black Saint And The Sinner Lady“ von 1963 übernimmt der damals 40 Jahre alte Charlie Mariano eine prominente Rolle als Solist auf seinem Hauptinstrument, dem Altsaxofon. Seine dort zu hörenden Chorusse überzeugen nicht nur wegen ihrer stupenden Virtuosität und reifen Musikalität. Vielmehr bläst Mariano sein Altsaxofon mit einer intensiven Phrasierung und einem expressiven Tonfall. Diese Merkmale seines Personalstils bleiben für den am 12. November 1923 in Boston als Carmine Ugo Mariano geborenen Musiker in den folgenden gut vier Jahrzehnten seiner Karriere wesentlich. Gleichgültig, ob er auf dem Alt- oder Sopransaxofon zu hören war (und später auf dem Oboen-ähnlichen, indischen Instrument Nagaswaram), oder ob er Modern Jazz, Fusion oder Weltmusik spielte: Stets hat Mariano seine Improvisationskunst emotional aufgeladen, und zurecht sprach Mingus nach der Aufnahmesession zu „The Black Saint And The Sinner Lady“ von Marianos „Tears Of Sound“, die der Bassist in dessen Spiel zu hören glaubte.

Bis zu seinem Tod im Juni 2009 lebte Mariano 23 Jahre lang in Köln. Nachhaltig prägte er das Jazzleben in der Domstadt und arbeitete mit vielen dort lebenden Musikern zusammen – allen voran mit dem Pianisten und Keyboarder Mike Herting. Köln wurde zur „Homebase“ des Saxofonisten, von wo aus er seine zahlreichen Tourneen und Studiosessions antrat, die er bis ins hohe Alter absolvierte. In Köln hat nun auch eine Filmdoku Premiere, am 24. November ab 18 Uhr im Kino Cinenova: „Charlie Mariano: Last Visits“ zeigt den Saxofonisten in seinen letzten Jahren. Wie er noch einmal mit seinen alten „Buddies“ auf der Bühne steht, wie er über die ihn prägenden Lebensabschnitte spricht und sich privat mit Freunden und Weggefährten trifft. Danach gibt es noch ab 20:30 Uhr im Kölner Stadtgarten ein „Tribute To Charlie“-Konzert – unter anderem mit Herting, Matthias Schriefl (Trompete) und Ramesh Shotham (Percussion).

Weiterführende Links:
„Charlie Mariano: Last Visits“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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