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Pat MethenyMit der Unity Band auf Sommer-Tournee: Pat MethenySein neues Quartett mit Chris Potter, Ben Williams und Antonio Sanchez und die soeben erschienene CD „Unity Band“ (Nonesuch/Warner) stellt Pat Metheny nun im Rahmen seiner internationalen Sommer-Tournee vor. Im aktuellen Jazz-thing-Podcast führt Metheny aus, warum das Wort „Unity“ so gut zu ihm passt. „Es gab Begriffe für meine Musik, mit denen ich mich nicht wohl gefühlt habe. Fusion war das schlimmste Wort und auch Jazz bezeichnet nicht wirklich das, was ich tue. Wenn ich überlege, wer und was mich inspiriert, Herbie Hancock fällt mir da als Erster ein, dann ist es ein vereinheitlichter Zugang zur Musik: akustisch und elektrisch, einfach und kompliziert, automatisiert und menschlich, improvisiert und notiert. Ich habe sozusagen alles im Angebot, es ist aber eben nicht beliebig.“ In dem zermürbenden Prozess gesellschaftlicher Veränderung nehme die Musik einen sehr wichtigen Platz ein, die Dinge voranzutreiben. Völlig unterschätzt werde, so Metheny, wie stark die Musik auf die Menschen und ein auf positive Werte gerichtetes Handeln wirken könne.

Der Diskussion über die Umbenennung des Jazzbegriffs in „Black American Music“ erteilt Metheny eine entschiedene Absage. Einen kulturellen Besitzanspruch auf Musik, etwa als Ausgleich für fehlende ökonomische Gleichstellung und soziale Akzeptanz, dürfe es nicht geben. „Rassismus ist keine Erfindung der USA, doch er existiert und wir müssen darüber sprechen. Jazz, schwarz und weiß, das sind Begriffe, die nicht fassbar machen, was passiert, wenn zwei Töne sich treffen und etwas Cooles daraus entsteht. Mein Urgroßvater war Deutscher, Pfefferkorn war sein Name. Doch ich habe nicht das Gefühl, dass mich diese Tatsache kulturell in die Nähe von Bach führt. Ein Afroamerikaner hat keinen Besitzanspruch auf die Musik, nur weil Charlie Parker auch schwarz war. So funktioniert Kunst nicht. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, es geht immer vom Nullpunkt aus.“ Alle deutschen Termine in „ontour“ auf jazzthing.de.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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