Carla BleyTritt wahrscheinlich in Moers auf dem Festival auf: Carla BleyDie Pressekonferenz, in der künstlerische Leiter des moers festivals, Reiner Michalke, das Programm der diesjährigen, 41. Ausgabe der Öffentlichkeit vorstellt, ist erst am 8. März. Zwar steht bereits mit der neuen „Improviser In Residence“, der in New York lebenden, deutschen Saxofonistin Ingrid Laubrock, schon ein Festival-Act für das Pingstwochenende vom 25. bis 28. Mai fest – neben Helge Schneider, der am Pfingstmontag seinen „Helge’s Heimatabend“ geben wird. Doch in der Gerüchteküche rumort es – und die ersten Namen für das Hauptprogramm im Festivalzelt sickerten durch. Heiße Kandidatin für die Rolle der „Artist In Residence“ in diesem Jahr ist Carla Bley, wie aus „gut unterrichteten“ Kreisen zu erfahren war. Die Pianistin und Komponistin soll mit verschiedenen Besetzungen in Moers zu hören sein. Doch im Mittelpunkt wird ein großes Werk stehen, das die Amerikanerin zurzeit für das moers festival komponiert und mit Knabenchor und der Bohuslän Big Band aufführen will. Inhaltlich soll es um Schüler einer englischen Schulklasse gehen, die französisch lernen – eine für Bley typische, schrullig-skurrile Geschichte.

Ein weiterer Name, der für das diesjährige moers festival hoch im Kurs steht, ist der des Saxofonisten Andrew D’Angelo, der mit seiner Big Band aus New York an den Niederrhein kommen soll. Und natürlich gibt es auch wieder einige hierzulande noch unbekannte Musiker zu hören, die die Bühne im Moerser Festivalzelt nutzen, um sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Sicherlich eine Entdeckung dürfte die junge New Yorker Saxofonistin Lakeicia Benjamin sein, die sich drüben in den USA bereits einen Namen als „Sidewoman“ für Stevie Wonder, The Roots, David Murray oder James „Blood“ Ulmer gemacht hat. Ein anderer Programmpunkt steht schon fest: Das 41. Festival wird ein ganz besonderes Projekt eröffnen, mit dem Leben und Werk des Schlagzeugers und Performance-Künstlers Frank Köllges gewürdigt werden soll, der am Neujahrstag 59-jährig gestorben ist und zeitlebens eng mit dem moers festival verbunden war.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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