Hamburg: Reflektor Rhiannon Giddens

Gemeinsam mit ihrem langjährigen musikalischen Partner, dem Multiinstrumentalisten Francesco Turrisi, eröffnet sie es am 25. November im Kleinen Saal mit dem Programm „When I Am Laid in Earth“, benannt nach einer Arie des englischen Komponisten Henry Purcell, aber konzipiert als Brückenschlag zwischen amerikanischer und italienischer Volksmusik, mit Liedern aus dem Frühbarock und afroamerikanische Spirituals, eigenen Kompositionen und neu interpretierten Arien. Der zweite Abend steht im Zeichen von Giddens’ Hauptinstrument, dem Banjo, das seinerseits als Bindeglied zwischen Afrika und den USA gilt. Im Projekt „Juba Zinga Jubilee – Bringing Early Banjo Music Back Home“ macht sie mit Turrisi, dem kongolesischen Gitarristen Niwel Tsumbu und dem Perkussionisten Éamonn Cagney die vielfältigen Einflüsse hörbar, die die Entwicklung des Instruments geprägt haben.
Neben ihren zahlreichen anderen Aktivitäten ist Giddens auch künstlerische Leiterin des vom Cellisten Yo-Yo Ma gegründeten Silk Road Ensembles. Aus dessen Reihen rekrutierte sie die Besetzung, mit der sie Auszüge aus ihrer Oper „Omar“ und dem Ballett „Black Lucy And The Bard“ spielt. Ein weiteres Ensemblemitglied, die Cellistin und Komponistin Karen Ouzounian, präsentiert gemeinsam mit dem Pianisten Lembit Beecher ihr Projekt „Mayrig – Mutter“, ein Klangmosaik, in dem sich Ouzounians eigene Familiengeschichte mit kollektiven Erfahrungen, armenischer Volksmusik und französische Chansons verschränkt. Am selben Abend stellt die Pianistin Lara Downes ihr Soloprogramm „Finding Home“ vor, in dem sie nicht zuletzt vergessene und unterrepräsentierte Komponist:innen der US-amerikanischen Musikgeschichte und ihre Werke ins Zentrum rückt. Anschließend kehrt Giddens mit acht internationalen Gästen zurück auf die Bühne, um mit dem Programm „The People could Fly“ den afrikanischen Wurzeln der US-amerikanischen Musik weiter auf den Grund zu gehen.
Am darauffolgenden, letzten Tag setzen die Cellistin und Singer/Songwriterin Leyla McCalla und der Sänger und Fiddler Louis Michot die Forschungen mit französischsprachigen Liedern und Tänzen fort, in denen sich afrikanische, kreolische, Cajun- und haitianische Einflüsse mit dem französischen Erbe Louisianas treffen. Dem folgt ein Solokonzert des senegalesischen Kora-Virtuosen Seckou Keita sowie zum Abschluss des Reflektor-Festivals eine Aufführung des kompletten Silk Road Ensembles unter der Leitung von Giddens. Das Programm „Sanctuary: The Power of Resonance and Ritual“ schöpft aus italienischen, marokkanischen und US-amerikanischen Musiktraditionen und erkundet die verbindenden Kräfte von Rhythmus und Ritual. Die in dieser Kombination exklusiven Konzerte im Rahmen des fünftägigen Festivals sind gleichzeitig Teil des Elbphilharmonie-Schwerpunkts „USA 250“.
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Reflektor Rhiannon Giddens





