Wien: KlezMORE

Lea KalischLea KalischUnter dem Titel „Sounding The Archive“ geht das KlezMORE Festival in Wien in eine neue Ausgabe. Vom 7. bis 15. November steht an verschiedenen Spielstätten der österreichischen Hauptstadt folgender Ansatz der jüdischen Musik im Fokus: „Archive sind weit mehr als Orte der Aufbewahrung und entfalten ihre eigentliche Kraft erst dann, wenn wir beginnen, mit ihnen in Beziehung zu treten: wenn wir lesen, forschen, singen, spielen, neu interpretieren und weiterdenken.“ Und weiter: „Die Künstler:innen dieser Festivalausgabe zeigen auf unterschiedliche Weise, wie historische Quellen heute lebendig werden können. Sie begegnen dem Archiv mit Neugier, Respekt und künstlerischer Freiheit. Alte Melodien werden zu neuen Kompositionen, vergessene Texte finden eine zeitgenössische Stimme, persönliche Erinnerungen verbinden sich mit kollektiver Geschichte.“

Unter diesem Hörwinkel eröffnen die Stars von The Klezmatics die Konzertreihe. Ein Kantorinnen-Konzert widmet sich der seltener zu hörenden Stimme der Frau im liturgischen Kontext. Esther Wratschko verbindet mit ihrem Quintett jiddische Liedtradition mit der Jetztzeit, und mit Lea Kalisch ist die Queen des jiddischen HipHop an Bord. Den Bogen vom jüdischen Erbe ins Baltikum schlägt die Black Rooster Kapelye, und Anna Lowenstein erschafft eine Klangwelt, in der jiddische Musik auf Einflüsse von Beethoven, Bartók und Schostakowitsch trifft.

Weiterführende Links
KlezMORE Festival

Text
Stefan Franzen
Foto
Sy Chounchaisit

Veröffentlicht am unter News

50 Jahre Leipziger Jazztage