Wels: music unlimited@40

Mariá PortugalMariá PortugalDas Festival music unlimited im oberösterreichischen Wels ist ein traditionsreicher europäischer Treffpunkt für improvisierte, experimentelle und genreübergreifende Musik. Es wurde 1987 vom Kulturverein Waschaecht ins Leben gerufen und findet im Alten Schlachthof Wels statt. Von Beginn an verstand sich das Festival als Plattform jenseits enger Stilgrenzen: Jazz und freie Improvisation treffen dort auf Neue Musik, Rock, Noise, Elektronik und andere Formen experimenteller Klangkunst. Eine Besonderheit ist das seit den frühen 1990er-Jahren praktizierte Kuratorenprinzip. Immer wieder werden Musiker:innen eingeladen, eine Festivalausgabe mitzugestalten – wie beispielsweise Fred Frith, Zeena Parkins, Otomo Yoshihide, Mats Gustafsson, Peter Brötzmann, Okkyung Lee oder Mary Halvorson.

Vom 5. bis 8. November findet dieses Festival zum 40. Mal statt. Als Kuratorin der Jubiläumsausgabe konnte die in Berlin lebende und im brasilianischen São Paolo geborene Schlagzeugerin, Komponistin und Bandleaderin Mariá Portugal gewonnen werden. Portugal hat ihr Programm „The Navel of the Dream“ („Der Nabel des Traums“) genannt. In Wels präsentiert sie rund 60 Musiker:innen aus aller Welt, wobei ihr Schwerpunkt auf Künstler:innen aus Südamerika liegt. Das ästhetische Spektrum reicht von experimenteller Musik und freier Improvisation über zeitgenössischen Jazz bis hin zu Electronica, Noise und Punk. Portugal selbst ist zum Beispiel mit ihrem Erosão Percussion Trio live zu hören, zudem hat sie The Sleep of Reason Produces Monsters, Moor Mother & Aquiles Navarro, das Perkussionstrio OTTO, Toma Chocolate! Ensemble, Angelika Niescer & Marta Warelis und Banquet of Consequences zu music unlimited eingeladen. Anders als sonst dauert die 40. Ausgabe diesmal vier Tage, bespielt werden neben dem Alten Schlachthof auch wieder die Landesmusikschule Wels und das Bildungshaus Schloss Puchberg.

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Text
Martin Laurentius
Foto
Florian Dürköpp

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