Sullivan Fortner
Leave That In There
Artwork Records/PIAS
PRO

Ralf Dombrowski
KONTRA
Sullivan Fortner ist derzeit in aller Munde, und das hat seinen Grund. Er ist ein netter Kerl, der nette Musik macht. Nichts, was daran stören würde oder störend wäre, nichts woran man hängenbleiben oder sich stoßen könnte. Es flutscht ohne Ende und macht dabei auch überhaupt nichts, dass das Material auf dem neuen Trioalbum weder zusammenpasst noch ein Gravitationszentrum hat. Es klingt wie ein Newcomer, der seinen ganzen Katalog an Möglichkeiten ausbreitet, um niemanden zu verprellen. Keine Frage, Sullivan Fortner ist ein großartiger Pianist, aber warum muss er sich dann derart weit ins Hinterland des Mittelmaßes zurückziehen? So bleibt nichts als ein zusammenhangloser Fusion-Postbop-Ambient-Ethno-Jazz-Bauchladen, der zwar gut rein-, aber ebenso schnell wieder rausgeht.
Wolf Kampmann






