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Toufic Farroukh

Cinéma Beyrouth

(enja/Soulfood)

Toufic Farroukh - Cinéma BeyrouthWer die letzten beiden Alben des Saxofonisten und Komponisten Toufic Farroukh gehört hat, dürfte sich über „Cinéma Beyrouth“ wundern: Ney, Oud, Kanoun oder Setar sind komplett aus dem Instrumentarium verschwunden, auf Sänger oder gar Rap verzichtet der seit langer Zeit in Paris lebende Libanese hier zur Gänze. Statt eines umfangreichen Klangkörpers setzt er nun auf ein sensibles Bläserquartett, elegant eingerahmt von Klavier und Schlagzeug. Farroukh hat für diese Besetzung einige seiner Musiken für die Filme libanesischer Filmemacher oder Kompositionen für Tanz-Performance neu arrangiert. Mit seinem Pianisten Leandro Aconcha als Co-Arrangeur ist ihm ein kammermusikalisches Kunstwerk geglückt, in dem kaum noch ein Hauch arabischer Ornamente zu hören ist, geschweige denn Vierteltöne auftauchen. Beinahe heiter klingen manche Titel, einige wie die preisgekrönte Musik zu Michel Kammouns Film „Falafel“ entwickeln in ihrer virtuosen Verspieltheit fast eine bandajazzmäßige Luftigkeit. Und am Ende lässt Farroukh das Ensemble rocken. Der Bezug zu Beirut, der Stadt, aus der Farroukh einst ins Exil ging, ist nur noch im Titel des Albums zu vernehmen. Eine Erinnerung nur noch, keine Beschwörung mehr.

Text
Uli Lemke
, Jazz thing 93

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