Otis Sandsjö

Y-Otis Tre

(WeJazz/Indigo)

Otis Sandsjö – Y-Otis Tre (Cover)Glocken, Flöten, Harfensamples, programmiertes Schlagzeug und Synthesizer: Der in Berlin lebende schwedische Tenorsaxofonist Otis Sandsjö hat auf dem finnischen Label WeJazz sein mittlerweile drittes Album „Y-Otis Tre“ mit dem Bassisten und Produzenten Petter Eldh und dem Keyboarder Dan Nicholls sowie einer Anzahl von Gästen herausgebracht. Sandsjö bezeichnet seine Musik als „Liquid Jazz“, was die Musik, ganz im Sinne des derzeit gängi­gen Begriffs Post-Genre, in einem erweiterten Bezugsrahmen positioniert. Da wabern schwere Soundschwaden über einem Seventiesgroove wie bei dem Eröffnungsstück „Oomy“ und es scheint, als würde man durch einen bunten Vor­hang aus Glasperlen in einen Raum mit Diskokugel kommen, die in psychedelischen Reflexen schummeriges Licht reflektiert. Eine pop-kalei­doskopische Collage aus tanzbarem Post-Soul mit Minimal-Synthie und anderen Refe­renzen – fließend und sehr entspannt.

Text
Maxi Broecking
, Jazz thing 153

Veröffentlicht am unter Reviews

Deutscher Jazzpreis 2024