Ian A. Anderson: Autobiografie

Ian A. Anderson - Alien WaterIan A. Anderson – Alien WaterBekannt ist er Folk- und Worldmusic-Fans in Deutschland vor allem als Gründer und Chefredakteur der 2019 eingestellten Zeitschrift fRoots (zuvor Folk Roots). Doch Ian A. Anderson war in seinem Leben auch Musiker, Radiomoderator bei der BBC, Promoter, Produzent, Fotograf, Künstlermanager, Festivalorganisator und Labelbesitzer. Nun hält er Rückschau auf sein Leben mit dem Buch „Alien Water: Six Decades Paddling In Unpopular Music“, anlässlich des 60. Jahrestages seines ersten Auftritts. Andersons Antrieb war stets der Einsatz für die Verbreitung von Nischenmusik in Wort und Tat. Als Schüler angefixt durch eine Muddy Waters-Platte begann er, sich für Blues, Jazz und Folk zu interessieren, und eignete sich die gehörte Musik auf der Gitarre selbst an. Später spielte er in Bands wie Tiger Moth oder der Ian Anderson Country Blues Band, 1970 gründete er das Folk-Label The Village Thing und später einen zweiten Verlag namens Rogue.

In den 1980ern veranstaltete er afrikanische Künstler auf den Folkfestivals in Farnham und Bracknell und half, die madagassische Band Tarika zusammenzustellen. In dieses Jahrzehnt fällt auch die Gründung von fRoots, das auch Weltmusik- und Folkfans hierzulande über Jahrzehnte als Informationsquelle diente. „Ich war immer ein Katalysator“, fasst Anderson seine Rolle rückblickend zusammen, „und dazu gehört, Leute mit der Nase auf etwas zu stoßen, damit sie dann in ihren eigenen ‚Wurmlöchern‘ verschwinden. Türwächter mochte ich nie. Ich bin ein Türaufhalter.“

Weiterführende Links
Kickstarter „Alien Water: Six Decades Paddling In Unpopular Music“

Text
Stefan Franzen

Veröffentlicht am unter News

jazzahead! 2026