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RIP: Joey DeFrancesco

Joey DeFrancescoJoey DeFrancescoUm zu begreifen, was Joey DeFrancesco zeitlebens ausgezeichnet hat, sollte man sein aktuelles Pressefoto betrachten. Der 1971 in Springfield, Pennsylvania, geborene DeFrancesco steht vor seinem Hauptinstrument, der Hammond B3, daneben sieht man auch ein E-Piano. Auf der Orgel hat er eine Trompete abgestellt, in den Händen hält er auch noch ein Tenorsaxofon. Warum DeFrancesco nicht nur meisterhaft die Hammond B3 gespielt hat, erklärt sein Jugendfreund Christian McBride: „Auf der Orgel musste er sich nichts mehr beweisen“, so der Bassist. „Darum fing er irgendwann an, Trompete und Saxofon zu spielen. Ich sagte ihm, wenn er nur daran denken sollte, zum Bass zu greifen, müsste ich ein ernstes Wort mit ihm reden.“

Schon als Vierjähriger saß DeFrancesco zum ersten Mal an einer Hammond B3 – dem Instrument seines Vaters John nämlich. Der erkannte das Talent seines Filius und schickte ihn erst auf die „Settlement Music School“ in Philadelphia, bevor der junge Joey auf die „High School For The Creative And Performing Arts“ ging, wo er nicht nur McBride kennenlernte, sondern auch Klassenkamerad war von Ahmir „Questlove“ Thompson (Drums) und Kurt Rosenwinkel (Gitarre). Mit 17 nahm er an der „Thelonious Monk International Piano Competion“ teil. Der Columbia-A&R George Butler saß in der Jury und war so begeistert vom Hammond-Spiel des Teenagers, dass er unverzüglich dessen Debüt „All Of Me“ produzierte.

Mehr als 30 Alben unter eigenem Namen hat DeFrancesco veröffentlicht, auf denen er sich nicht nur als groovender Bewahrer der Hammond-Tradition zeigte, sondern stets auch die harmonischen und melodischen Grenzen seines Instruments neu festzulegen wusste – sei es auf „Incredible!“ mit dem Hammond-Pionier Jimmy Smith oder im Trio The Free Spirit mit John McLaughlin (Gitarre) und Dennis Chambers (Drums). In letzter Zeit konzentrierte er sich auf das, was er selbst als Spiritual Jazz beschrieb. Und auch in dieser Gattung glückte ihm der Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne: So war zum Beispiel auf „In The Key Of The Universe“ (Mack Avenue/in-akustik) der Saxofonist Pharoah Sanders an seiner Seite, dessen Song „The Creator Has A Masterplan“ von 1969 ist das Herzstück dieses Albums. „Natürlich bin ich von den Altvorderen meines Instrumentes beeinflusst worden“, so der Organist, „aber niemand spielt die Hammond B3 so wie ich.“ Am 25. August ist Joey DeFrancesco im Alter von nur 51 Jahren gestorben. Text Martin Laurentius

Weiterführende Links
Joey DeFrancesco

Text
Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas

Foto
Jim Hesterman

Veröffentlicht am unter News