DomicilDomicilNordrhein-Westfalen setzt die Stärkung der freien Musikszene fort: Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft hat im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur die Mittel für die jährlich verliehene Spielstättenprogrammprämie um 100.000 Euro auf insgesamt 140.000 Euro erhöht. Die bereits seit 2010 vergebene Prämie erhalten kleine und mittlere Bühnen, die sich mit ihren Programmen besonders dem Nachwuchs in Jazz, Rock und Pop sowie in der Region auftretenden Bands öffnen. Für 2019/20 hat die Fachjury (unter anderem mit den Musikerinnen Christina Fuchs und Annette Maye) insgesamt elf Spielstätten ausgewählt, die Prämien zwischen 5.000 und 25.000 Euro bekommen – beispielsweise das Dortmunder Domicil (25.000 Euro), die Jazz-Schmiede in Düsseldorf oder das Loch in Wuppertal (jeweils 20.000 Euro), das Loft in Köln oder der Bunker Ulmenwall in Bielefeld (jeweils 15.000 Euro) und das ZAKK in Düsseldorf oder die Klangbrücke in Aachen (jeweils 5.000 Euro).

„Das Musikleben in Nordrhein-Westfalen braucht Foren und Bühnen, denn gerade für die Freie Szene im Bereich Pop, Jazz und aktuelle Musik sind Live-Auftrittsmöglichkeiten der Schlüssel für die künstlerische Weiterentwicklung und Professionalisierung. Mit der Prämie wollen wir die freien Spielstätten des Landes darin bestärken, sich für Nachwuchs-Bands zu engagieren und ihnen im Rahmen der Konzertprogramme wertvolle Bühnenerfahrung zu ermöglichen“, sagt Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatsekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft. „Spielstätten brauchen Entlastung in ihren Grundkosten. Unsere Projektförderungen können hier oft nicht richtig helfen. Die Spielstättenprogrammprämie des Landes ist hingegen ein unbürokratisches Förderinstrument, mit dem die Stätten flexibel umgehen können“, betont wiederum Reinhard Knoll, Präsident des Landesmusikrats NRW, Partner des Landes bei der Vergabe des Preises. Die Preisverleihung an die elf Spielstätten ist am 15. Januar im Wuppertaler Loch.

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Spielstättenprogrammprämie NRW

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Kurt Rade

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