Joris Roelofs & Han BenninkJoris Roelofs & Han BenninkWie berichtet, findet vom 29. September bis 16. Oktober die sechste Ausgabe des Festivals Multiphonics in Köln statt. Im Zentrum dieses „Cologne Jazz & World Music Festival“ geht es um die Vielfalt der Klarinettenklänge zwischen Jazz und World, Folklore, Avantgarde und Elektronik. Am 10. Oktober steht im Alten Pfandhaus einer der Höhepunkte des diesjährigen Festivals auf dem Programm. Die Festivalband Multiphonics 7 wird dann die Komposition „Rope Dance – Music For None And All“ von Joris Roelofs, dem diesjährigen „Artist In Residence“ von Multiphonics, präsentieren. Mit dabei sind Roelefs, Alex Simu, Christoph „Pepe“ Auer, Annette Maye, Hans Lüdemann, Reza Askari und Dirk-Peter Kölsch. Mit dem „Rope Dance“ möchte Roelofs die Felder der Musik und der Philosophie in einem ganz konkreten Bild verbinden: Friedrich Nietzsches Vision des Seiltänzers. „Wir sollten beim Musizieren tanzen“, sagt Roelofs, „aber genauso beim Schreiben, Denken und Sprechen. Ein Seiltänzer liebt das Unbekannte und die Zukunft – er nimmt sein Schicksal an.“ Eröffnet wird dieser Abend von Pepe Auers Quartett White Noise.

Am 13. Oktober gibt es im Alten Pfandhaus ein Wiedersehen mit einer der lebenden Legenden des europäischen Jazz: Han Bennink. Im Duo mit Roelofs führen die beiden Amsterdamer ihr gemeinsames Projekt Icarus mit Kompositionen von Kurt Weill, Eric Dolphy und Charlie Haden auf. In der gemeinsamen Improvisation geht es ihnen um Freiheit, Neugier und Austausch. Zu Beginn des Abends steht das Alex Simu Quintett mit „Echoes Of Bukarest“ auf dem Programm.Folklore, das Osmanische Reich und die Weltkriege, Kommunismus, Revolution und die heutige Zeit sind Bezugspunkte dieses Stücks, in dem auch über thematische Fragmente von George Enescu und Dimitrie Cantemir improvisiert wird. Wir verlosen für diese zwei Konzertabende jeweils 2×2 Tickets. Schickt uns bis zum 4. Oktober eine Mail an redaktion@jazzthing.de – mit ein paar Sätzen über unseren wöchentlichen E-Mail-Newsletter. Viel Erfolg!

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Multiphonics

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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