Gilberto GilGilberto GilZum zweiten Mal nach 2004 widmet sich das Berliner Haus der Kulturen der Welt in seinem Sommerfestival Wassermusik vom 5. bis 27. Juli dem Thema „Black Atlantic“. In Konzerten und Filmen wird unter die Lupe genommen, wie das Flechtwerk schwarze Kulturen beide Seiten des Atlantischen Ozeans geprägt hat. Dazu sind hochkarätige Namen am Start: Aus Brasilien kommen mit Milton Nascimento und Gilberto Gil zwei MPB-Giganten, von der afrikanischen Seite geben sich Angélique Kidjo, Les Amazones d‘Afrique und Maravillas de Mali die Ehre. Vom kapverdischen Archipel kommen Mario Lúcio und seine Band Simentera an die Spree, Ranky Tanky werden eine besondere Form der schwarzen Musikkultur von den South Carolina vorgelagerten Inseln vorstellen.

Eingebettet in das Festival ist am 10. und 11. Juli die Konferenz „Echoes of The South Atlantik“ des Goethe-Instituts. Sie untersucht in Vorträgen, Performances und Diskussionen sowohl die aktuellen Beziehungen zwischen Afrika, Südamerika und Europa und blickt ebenso auf die jahrhundertelange Geschichte westlicher Hegemonie und Kolonisierung. Zu Gast sind Kultur- und Politikwissenschaftler sowie Künstler, beendet wird die Konferenz mit einer Party, bei der DJ Sami Ben Rejeb von Analog Africa am Pult steht.

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„Wassermusik“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Marcos Hermes

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