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Dezron Douglas & Brandee Younger

Brunch mit Bass und Harfe

Die Harfe ist schon ein wunderliches Instrument. Mehr als 5.000 Jahre alt, bringt man sie in der Populärmusik der letzten 60 Jahre vor allem mit Protagonistinnen wie der Avantgarde-Barock-Sängerin Joanna Newsom oder den lange verstorbenen Jazzerinnen Alice Coltrane und Dorothy Ashby in Verbindung.

Dezron Douglas & Brandee Younger (Foto: Deneka Peniston)

Wie zeitgemäß der Klang der 47 Saiten ist, demonstriert seit 15 Jahren Brandee Younger, die mit John Legend spielte und Drummer Makaya McCraven von Anfang an begleitete. Durch den Frühjahrs-Lockdown Anfang 2020 aller Auftrittsmöglichkeiten beraubt, begann Younger, jeden Freitag zur Mittagszeit ein Liveset zu streamen, gemeinsam mit ihrem Partner Dezron Douglas.

„Wir hatten uns vorgenommen, ein Teil der Widerstandsfähigkeit dieser Stadt zu werden “, sagt der Bassist. „Kunst ist ein wesentlicher Bestandteil dieser ‚Service City‘. Wir Kreative sind für New York genauso wichtig wie das U-Bahn-Netz.“

Die Brunch-Konzerte mit vielen Coverversionen, aufgenommen mit einem einzigen Mikrofon im Wohnzimmer, wurden zum Ritual, das nicht nur den beiden half. „Manchmal war die Stimmung da draußen so düster, dass uns die Kreativität schwer fiel“, so Douglas, „aber Musik hat mich schon so oft gerettet – man muss sich um sie kümmern!“

Beruhigendere Lunchmusik ist kaum vorstellbar: Auf dem nach der Klausel „Höhere Gewalt“ betitelten „Force Majeure“ (International Anthem/Nonesuch) trifft Pop von Sting und Kate Bush auf den erhabenen Spiritual Jazz der Coltranes, nur eingespielt mit perlender Harfe und sattem Kontrabass. Auch den Humor verloren Younger/Douglas dabei nicht: Jedes ihrer Sets beendeten sie mit dem gemeinsam komponierten „Toilet Paper Romance“.

Text
Jan Paersch
Foto
Deneka Peniston

Veröffentlicht am unter 137, Feature, Heft

Deutscher Jazzpreis