Daniel Stelter

Geschichten und Stimmungen

Immer, wenn Daniel Stelter genug neue Songs geschrieben hat, wird es Zeit für ein neues Album. Auf „Pocket Full Of Tales“ (o-tone/edel) zeigt sich der Gitarrist wieder von vielen verschiedenen Seiten.

Daniel Stelter

„Die Songs müssen zueinander passen und eine Geschichte erzählen“, erläutert Stelter seine Qualitätskontrolle. „Außerdem möchte ich diese Geschichten auf einer akustischen und einer elektrischen Ebene erzählen.“

Die elektrischen Stücke leben von ihren einprägsamen kürzelartigen Motiven und ihren atmosphärischen Grooves und präsentieren manchmal auch Gäste am Mikrofon – diesmal ragt die Gänsehaut-Ballade „Summerdays“ mit Sängerin Stephanie Neigel heraus. Auf der akustischen Ebene hat Stelter erstmals eine vierteilige Suite komponiert, die klassische, folkloristische und jazzige Elemente miteinander verbindet.

„Ich habe auf der klassischen Gitarre angefangen und bin ihr immer noch sehr verbunden“, erzählt Stelter. „Deshalb wollte ich mich einmal in einer klassischen Form versuchen. Da spielen auch Flamenco-Einflüsse eine große Rolle.“

Sein „Partner in Crime“ ist neben dem Bassisten Stefan Kahne seit vielen Jahren der Schlagzeuger Tommy Baldu, mit dem Stelter die Songs schreibt und in dessen Studio er sie aufnimmt – außerdem ist Baldu für den Mix verantwortlich. „Tommy spielt eine ganz große Rolle“, betont der Gitarrist. „Er hat am Schlagzeug einen ganz eigenen Sound und vor allem versteht er es, in Stimmungen zu denken.“

Text
Rolf Thomas
Foto
Daniel Stelter

Veröffentlicht am unter 147, Feature, Heft

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