165: Die neue Ausgabe von Jazz thing

Am 23. September jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag des Saxofonisten John Coltrane. Nach Miles Davis im Mai feiert die Jazzwelt dieses Jahr das zweite Centenniel eines bedeutenden afroamerikanischen Musikers. Schon zu Lebzeiten, aber auch nach seinem Tod 1967 hat Coltrane die Musikwelt weit über den Jazz hinaus beeinflusst. Die Rock- und Popmusik der 1960er- und 1970er-Jahre lernte von ihm Offenheit und Experimentierfreude, und im Stück „Jazz thing“, das diesem Magazin den Namen gegeben hat, widmete ihm Gang Starr 1990 eine Strophe. In der Clubszene wird vor allem „A Love Supreme“ immer wieder aufgegriffen, und in England gibt es das genresprengende Love Supreme Jazz Festival. Das von Wolf Kampmann kuratierte Special beleuchtet das Leben, das Schaffen und die Wirkungsgeschichte von Coltrane aus verschiedenen Perspektiven.
Features gibt es diesmal mit dem Berliner Keyboarder Moses Yoofee, der mit seinem Trio Grenzen zwischen R’n’B, HipHop und Jazz ignoriert, während die Pianistin Kris Davis über ihre Zusammenarbeit im Trio mit dem Bassisten Robert Hurst und dem Drummer Jonathan Blake spricht. Die Sängerin Gretchen Parlato stellt sich wiederum die Frage, was sich in den zurückliegenden 20 Jahren alles verändert hat, während die Kölner Sängerin Rebekka Salomea Ziegler über den genreoffenen Sound ihres nach ihrem zweiten Vornamen benannten Quartetts erzählt. Stories finden sich in Jazz thing Nr. 165 unter anderem über Bobby Previte, Stefon Harris, Fred Frith und Clara Haberkamp.
Für „Routines & Rituals“ hat sich der in New York lebende, deutsche Saxofonist Tobias Meinhart diesmal mit dem Pianisten Fred Hersch und dem Saxofonisten James Brandon Lewis zum Gespräch verabredet. „Zum Schluss noch kurz der Hinweis, dass die drei von uns kuratierten Konzertreihen weitergehen“, schreibt Stinshoff: „,Jazz thing at the King‘ mit dem Frank Chastenier Trio am 24. September 2026 in Köln, ,Jazz thing at Nica Jazz Club‘ mit dem einstigen e.s.t.-Schlagzeuger Magnus Öström und seiner Group am 26. September 2026 in Hamburg und ,Jazz thing at Bergson‘ mit einem Solokonzert des Ausnahmetubisten Daniel Herskedal am 4. Oktober 2026 in München.“ All das und vieles mehr gibt es in der 165. Ausgabe von Jazz thing zu lesen, die ab dem 28. August am Kiosk ist.
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