Der Zusammenklang von Klavier und Cello hat seinen sehr speziellen Reiz. Hier das Klavier, dieses Orchester im Salonformat mit seiner umfassenden Palette an Frequenzbändern, dort das Cello mit der bauchigen Physis seines Gesangs. So weit, so gut. Noch besser wird es, wenn die Begegnung der beiden Instrumentalwelten durch genrefluide Musiker wie den aus Kuba stammenden Pianisten Roberto Fonseca beispielsweise und den französischen Cellisten Vincent Ségal zusätzlich unter Spannung gesetzt wird. „Nuit Parisienne À La Havane“ ist die erste gemeinsame Veröffentlichung der beiden und genau das, was der Titel verspricht: eine Romanze zwischen zwei Musikern, die aus verschiedenen Welten stammen und in ihrer Musik spielerisch eine Sprache finden. Für eine Nacht und vielleicht auch für länger.
Text
Stefan Hentz
Ausgabe
, Jazz thing 162
Veröffentlicht am 16. Mrz 2026 um 07:57 Uhr unter Reviews