Grammys: Erstmalig pakistanische Künstlerin

Arooj Aftab 'Vulture Prince'Arooj Aftab ‚Vulture Prince‘Die am Sonntag verliehenen „Grammys“ haben im World-Bereich eine dicke Überraschung geliefert: Für die „Best Global Performance“ wurde Arooj Aftab ausgezeichnet, und damit erstmals eine Sängerin mit pakistanischen Wurzeln. Die Wahl-New-Yorkerin Aftab lebt seit 2005 in den USA und hat einen Abschluss am Berklee College Of Music. Zu ihren Vorbildern zählt Landsmann Nusrat Fateh Ali Khan ebenso wie Jeff Buckley. Auf ihrem aktuellen, dritten Album Vulture Prince“ (New Amsterdam) hat Aftab neue Wege gefunden, Verse aus der Sufi-Dichtung ins 21. Jahrhundert zu übersetzen, begleitet durch Akustikgitarre (Gyan Riley, der Sohn des Minimal-Music-Pioniers Terry Riley) und keltischer Harfe (Maeve Gilchrist). Nach dem gewonnenen „Grammy“ soll das Album nun im Juni in einer erweiterten Fassung neu aufgelegt werden. Zu den weiteren Gewinnern im Welt-Terrain zählen Angélique Kidjo in der Kategorie „Best Global Music Album“ für „Mother Nature“, das Duo Rhiannon Giddens und Francesco Turrisi mit „They‘re Calling Me Home“ („Best Folk Album“) und Béla Fleck mit „My Bluegrass Heart“ („Best Bluegrass Album“).

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Arooj Aftab

Text
Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas

Veröffentlicht am unter News