Its My Thing: Jazz thingIts My Thing: Jazz thing25 Jahre Jazz thing: Das sind Geschichten und Anekdoten über Entscheidungen und Fehlentscheidungen, über Pro und Cons, Höhen und Tiefen. Ein Magazin für Jazz und angrenzende Stilistiken fünf Mal im Jahr zu produzieren, dafür braucht es fachliche Expertise und Kompetenz, einen unternehmerischen Weitblick zwischen vorsichtigem Lavieren und wagemutigem Zugriff, vor allem aber Mut und Leidenschaft für die Sache – also für die Jazzmusik. Als Axel Stinshoff vor 25 Jahren sein Magazin Jazz thing gründete, lag das Internet noch in den Geburtswehen, der Musikindustrie ging es wirtschaftlich gut, das Phänomen Acid Jazz versuchte, Jazz und improvisierte Musik auf die Tanzfläche zu holen und ein neues, ein junges Publikum für diese Gattung zu gewinnen. Diesem Konglomerat war die Gründung geschuldet: ein Magazin für Jazz zu machen, das sich inhaltlich von den Mitbewerbern absetzt, grafisch neue Wege zu gehen versucht und mit besonderen Fotoporträts der Musiker einer eigenen Bildsprache folgt.

Damals wurde Stinshoff von vielen belächelt ob des Wahnsinns, sich als junger, gerade mal 25 Jahre alter Mann auf ein so großes, unternehmerisches Wagnis einzulassen. Heute ist Jazz thing hierzulande Marktführer in diesem „Nischensegment“ – mehr noch: Es ist das auflagenstärkste Jazzmagazin in Europa. Das Mutterschiff hat zwischenzeitlich einige Beiboote zu Wasser gelassen: Die Website jazzthing.de, die bereits 1997 online ging, ergänzt das inhaltliche Angebot und ist stets aktuell (unter anderem mit seinem wöchentlichen Newsletter), das monatliche Jazz thing Mixtape auf ByteFM betritt den radiophonen Raum, mit JAZZthing.TV bekommt das Magazin eine visuelle, bildbewegte Komponente. Hinzu kommen die erfolgreichen Buchprojekte und Artikelserien „American Jazz Heroes“ und „European Jazz Legends“, mit der in Kooperation mit dem Label Double Moon initiierten CD-Edition „Jazz thing Next Generation“ bekommt der so vitale Nachwuchs aus dem deutschsprachigen Raum eine adäquate Plattform zur Präsentation. All das passiert in Zusammenarbeit mit einem kleinen Team freier Redakteure und vielen Jazzautoren.

Über vieles von dem, was Stinshoff in diesen 25 Jahren mit seinem Magazin erlebt hat, erzählt er in der Sendung „Late Night Jazz“ im Kulturradio vom rbb dem Jazzredakteur dieser ARD-Anstalt, Ulf Drechsel; immer wieder unterbrochen von aktueller Musik, die das breite, stilistische Spektrum spiegelt – und auch auf dem Programm des Geburtstagsfestivals „25 Jahre Jazz thing: Alive & Kicking“ am 30. September im Kölner Club Bahnhof Ehrenfeld steht. Dafür werden am Schluss der Sendung 2×2 Tickets verlost – ebenso wie einer der Prachtbände „American Jazz Heroes Vol. 2“. Also einschalten: am morgigen Sonntag, 16. September, ab 23:04 Uhr auf rbb, entweder „terrestrisch“ oder als Stream. Und wer die Sendung verpasst hat: Ab 17. September ist „It’s My Thing: Jazz thing“ noch eine Woche lang in der Mediathek nachzuhören.

Weiterführende Links
„It’s My Thing: Jazz Thing“ auf rbb

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Carsten Kampf

Veröffentlicht am unter News

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