ELBJAZZ 2018

Jazz And Culture In A Global Age von Stuart NicholsonStuart Nicholson

„Explores the past, present, and future of jazz in a global context“, schreibt etwas reißerisch der amerikanische Buchverlag University Press Of New England in seiner Ankündigung für das neue Buch, „Jazz And Culture In A Global Age“, des englischen Autors und Jazzforschers Stuart Nicholson. Mit seiner letzten Buchveröffentlichung, „Is Jazz Dead (Or Has It Moved To A New Adress?)“, sorgte Nicholson 2005 für einige Aufregung. Vor allem im sogenannten „Mutterland des Jazz“, den USA, empfand man seine darin geäußerten Thesen, dass das Innovative im Jazz mittlerweile ausschließlich in Europa zuhause sei, als schallende Ohrfeige. Nicholsons neues Buch lässt sich nun durchaus als Fortsetzung lesen. Es ist aber weniger eine provozierende Thesensammlung wie das Vorgänger-Buch. Vielmehr verdichtet Nicholson darin seine vor neun Jahren gemachten Aussagen und gibt diesen eine auch wissenschaftliche Grundierung, auf der sich fundiert über die Globalisierung der ureigenen, amerikanischen Kunstform Jazz auseinander gesetzt werden kann.

Zentrales Kapitel von Nicholsons neuem Werk ist „The Globalization Of Jazz“. Darin schreibt der Autor tatsächlich das fort, was er mit „Is Jazz Dead (Or Has It Moved To A New Adress“ begonnen hat: „Since the notion of globalization as a means of explaining the effects of the transmission of jazz across national borders has been contested by a small number of academics in favor of diaspora/transnationalism theory“, so Nicholson im Vorwort, „I felt this chapter presented an opportunity to compare and contrast work in this field with globalization theory, since it provides an opportunity to rehearse certain arguments that provide further background detail surrounding jazz globalization that might not otherwise have been advanced and that I believe contribute to a broader understanding of the subject.“ Neue Verbreitungswege für Kultur im Allgemeinen und Jazz im Besonderen, wie etwa iPod und iPad, werden ebenso thematisiert wie die Akademisierung der Ausbildung von Jazzmusikern in vielen Ländern. Wie ein Apendix wirkt hingegen das Schlusskapitel. Mit „Jazz And Modernism“ versucht Nicholson, den Einfluss darzustellen, den amerikanischer Jazz auf die Kunst-Moderne in Europa im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts hatte. „Jazz And Culture In A Global Age“ hat 312 Seiten und erscheint Anfang Juni als Hardcover, Paperback und E-Book.

Weiterführende Links:
„Jazz And Culture In A Global Age“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Veröffentlicht am unter News
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