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James Blood UlmerKommt mit Josef Bowie's Defunkt N'Eu Soul nach Moers: James Blood Ulmer

Am Schluss der Programmpressekonferenz am 8. März konnte der künstlerische Leiter des moers festivals, Reiner Michalke, die Journalisten erst einmal beruhigen. „Angesichts der dramatischen Haushaltssituation der Stadt Moers sind wir dazu verpflichtet, jedes Jahr beim Festival-Etat zusätzlich fünf Prozent zu sparen“, so Michalke. „Doch dieses Jahr konnten wir die fünf Prozent durch die Erhöhung des Zuschusses durch das Land NRW auffangen, sodass wir 2012 finanziell genauso ausgestattet sind wie im vergangenen Jahr.“ Die Festivalausgabe für Pfingsten 2012 steht also – und Michalke hat wieder einmal ein Programm zusammengestellt, das am 25. bis 28. Mai mit seinen bekannten und unbekannten Namen für Spannung im Festivalzelt sorgen soll. Fast schon obligatorisch ist ein New-York-Schwerpunkt: Saxofonist Andrew D’Angelo kommt mit seiner DNA Big Band ebenso nach Moers wie zum Beispiel Trompeter Peter Evans, der nach 2008 und 2009 erneut in die Stadt am Niederrhein reisen wird – mit seinem Quartett Rocket Science mit Evan Parker (Saxofon), Craig Taborn (Piano) und Sam Pluta (Elektronik). Eine interessante Geschichte verbirgt sich hinter dem I Don’t Hear Nothin But The Blues Trio: „Als 2009 mein Duo-Album mit Mike Pride erschien, gab ihm ,Time Out NY‘-Kritiker Hank Shteamer die Höchstwertung und schrieb, dass dieses Album mit keinem anderen Jazz-Duo, allenfalls mit dem Album ,OV‘ des Metal-Duos Orthrelm zu vergleichen wäre“, erinnert sich Saxofonist Jon Irabigan. 2011 lernte er den Orthrelm-Gitarristen Mick Barr in Moers auf dem Festival kennen – und nach einem gemeinsamen Auftritt im New Yorker Club The Stone stellte Irabigan fest: „Ein neues Trio war geboren!“

Das moers festival 2012 wird von der Ruhrgebiets-Großformation für aktuelle, improvisierte Musik, The Dorf, eröffnet, die mit ihrem Auftritt am 25. Mai auch an einen langjährigen Begleiter des Festivals erinnert: an Frank Köllges, der am 1. Januar verstorben ist. Weitere Acts sind: die Inuit Tanja Tagaq aus dem Norden Kanadas, Gunter Hampel mit seinem European New York Quintet, die französische Big Band Radiation 10, das Jozef Dumoulin Trio, Joe Bowie’s Defunkt N’Eu Soul mit James „Blood“ Ulmer und Lakecia Benjamin & Soul Squad. Wie bereits berichtet, wird Carla Bley „Artist In Residence“ vom moers festival 2012 – und ist am Freitag mit ihrem Trio mit Steve Swallow und Andy Sheppard ebenso zu hören wie am Sonntag, wenn die Komponistin ihr Stück „La Leçon Française“ in Moers welturaufführt: zusammen mit Swallow, der Bohuslän Big Band und dem Knabenchor der Chorakademie Dortmund. Auch eine Neuerung gibt es: In Erinnerung an die einstige „African Night“ finden im Bollwerk die „African Nights“ am Festivalsamstag und -sonntag statt. Reiner Michalke: „DJs und Live-Musiker aus Nairobi und Accra werden nach dem Programm im Festivalzelt die Musik präsentieren, die tatsächlich in den Clubs und auf dem Dancefloor dieser beiden Metropolen in Ost- und Westafrika angesagt ist.“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Bill Douthart

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