ELBJAZZ 2019

Siegmund EhrmannDer kulturpolitische Sprecher der SPD im Bundestag: Siegmund EhrmannWie bereits berichtet, hat die Bundesregierung im Herbst 2011 mit einer 58-seitigen Stellungnahme auf eine Große Anfrage der SPD-Fraktion zur staatlichen Musikförderung reagiert. Ausgearbeitet hatte die Anfrage der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Siegmund Ehrmann. Es ging darin um das Ausmaß und den Inhalt der deutschen Musikförderung. Insgesamt wurden von der Bundesregierung in 2010 gut 44 Millionen Euro für die Musik ausgegeben, auch der Jazz fand in der Antwort Erwähnung. „Der Bundesregierung ist bewusst, dass der Jazz durchaus Spezifika aufweist, die ihn von den Bedingungen in der so genannten Ernsten Musik (Klassik, Neue Musik) oder der so genannten Unterhaltungsmusik (Rock, Pop) unterscheiden.“ Die Kulturstiftung des Bundes habe eine Reihe von Vorhaben im Jazz-Bereich wie „Jazz Lines München 2011“ und „Moers Festival 2011, Ornette Coleman – Artist In Residence“ gefördert, heißt es in der Stellungnahme.

„Im Rahmen der kulturellen Repräsentation des Gesamtstaates in der Hauptstadt sind das Jazzfest (unter dem Dach der Berliner Festspiele) sowie die Förderungen des Hauptstadtkulturfonds zu nennen. Beispiele für Projektförderungen des Hauptstadtkulturfonds sind: ,Focus New York‘ (2011), ,Sounds No Walls – Friends & Neighbours In Jazz‘ (2010) und ,Kollektiv Nights 2010 – Jazzkollektiv Berlin Presents European Collectives‘ (2010).“ Am 9. Februar, ein Jahr nach der Großen Anfrage, wird die Musikförderung nun im Bundestag diskutiert. Die Debatte über die Stellungnahme der Bundesregierung wird zwischen 15 und 16 Uhr live auf Phoenix übertragen.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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