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Sueddeutsche ZeitungJazz in Deutschland: Sueddeutsche ZeitungIn den vergangenen vier Wochen gab es in der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) einige Artikel, die sich auch mit dem Zustand der deutschen Jazzszene beschäftigten – unter anderem vom Musikjournalisten Karl Lippegaus und einem der beiden Feuilleton-Chefs der SZ, Andrian Kreye. Doch diese Artikelserie ist auf Widerspruch bei den hiesigen Musikern gestoßen – vor allem der Text des Münchner Saxofonisten Michael Hornstein vom 21. Januar in der SZ brachte die Musiker auf die Barrikaden. Unter der Überschrift „Betriebsstörung“ versuchte Hornstein darzustellen, warum Jazz in Deutschland heutzutage keine gesellschaftliche Relevanz mehr habe. Und kommt zum Schluss, dass die Ursachen dafür selbst gemacht seinen. „Die meisten Neuerscheinungen sind Rückgriffe auf die Geschichte des Jazz und Aufgüsse des ewig Gleichen, von jüngeren und hübscheren Musikern immer langweiliger nachgespielt“, schreibt Hornstein. „Sie sprechen, aber sie sagen nichts. Es fehlt an klaren Aussagen und Profilen. Das Publikum spürt diese innere Stagnation natürlich. So wie sich der deutsche Jazz derzeit präsentiert, kann er gar keine gesellschaftliche Relevanz haben.“

Der in Köln lebende Pianist und Komponist Florian Ross hat daraufhin eine Debatte angestoßen. An deren (vorläufigem?) Ende haben er und 126 weitere Musiker, Veranstalter und Journalisten einen Leser-Brief an die SZ verfasst. „Zunächst wirkt der ganze Artikel so, als habe hier ein Münchner Musiker seine persönliche Frustration zum kennzeichnenden Merkmal der gesamten deutschen Jazzszene erklärt“, heißt es darin. Der Text von Hornstein wimmele nur so von Unwahrheiten und persönlich gefärbten, nicht überprüf- und nachvollziehbaren Zustandsbeschreibungen, gemischt mit unhaltbaren Vorwürfen gegen ganze Berufsstände. „In Hornsteins Artikel wird die Jazzszene weder in Umfang noch Inhalt realistisch analysiert. Hier wird auf dilettantischem journalistischem Niveau das Feuilleton zum Frust-Blog eines einzelnen Musikers“, betonen die Unterzeichner. Bislang hat das Feuilleton der SZ auf den Leserbrief nicht reagiert.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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