Undead JazzfestVom 23. bis 26.6. in New York: Undead JazzfestIn New York findet vom 23. bis 26. Juni zum zweiten Mal das Undead Jazzfest statt. In verschiedenen Clubs in Manhattan und Brooklyn – im Le Poisson Rouge zum Beispiel, oder in der Sullivan Hall und in The Bell House – treten mehr als 50 Bands und Musiker der jüngeren und älteren New Yorker Avantgarde-Jazz-Szene auf. So spielt beispielsweise Gitarrist Marc Ribot ein Solo-Konzert, Saxofonist Andrew D‘Angelo tritt mit seiner Big Band auf, Gitarrist Elliott Sharp stellt sein Thelonious-Monk-Projekt vor und der Saxofonist Jon Irabagon ist mit dem Schlagzeuger Mike Pride im Duo zu hören. Deutsche Beteiligung beim Undead Jazzfest gibt es auch: Peter Brötzmann reist mit seinem Improv-Rock-Trio Full Blast an und die mittlerweile in New York lebende Saxofonistin Ingrid Laubrock tritt im Trio mit der Pianistin Kris Davis und dem Drummer Tyshawn Sorey auf.

Doch wurde im Vorfeld zur zweiten Festivalausgabe auch Kritik an den Veranstaltern laut, wie die „New York Times“ berichtete. Eine anonym verfasste E-Mail-Petition klagt die Gagenpolitik der Undead-Jazzfest-Macher an. Die Musiker müssten niedrige Gagen akzeptieren, wenn sie beim Festival spielen wollten. „Beim Undead Jazzfest gibt es keine Big Names als Headliner“, wird einer der Festivalmacher, Adam Schatz, in der „New York Times“ zitiert. „Dieses Jahr haben wir das Festival um einen Tag verlängert, um zu zeigen, dass wir weiter wachsen. Mit der Hoffnung, noch potentere Sponsoren als bislang zu finden, die es uns zukünftig erlauben, die auftretenden Musiker besser bezahlen zu können.“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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