Als Wolfgang Haffner vor mehr als 40 Jahren die Szene betrat, waren Schlagzeuger, die rocken und swingen konnten, noch rar gesät – und so galt Haffner, der anfangs in der Band von Albert Mangelsdorff zu hören war, schnell als Sensation. Sein Debüt als Bandleader folgte 1999 mit dem Album „Music“. Ein knackiger Fusionsound, bei dem Musiker wie Till Brönner, Mitchel Forman und Chuck Loeb Akzente setzten, kennzeichnete die Scheibe, die zudem die erste Platte auf dem famosen Skip-Label war. Manche Songs von seinem Debüt, das Kritiker zwischen Spyro Gyra und Passport einordneten (etwa das funkelnde „Cool Blue“ und das sanfte „Warm Breeze“), hat Haffner heute noch in seinem Programm. Jedenfalls war „Music“ ein großer Erfolg und wäre vielleicht ein noch größerer geworden, wenn kurz darauf nicht eine etablierte Musikerin um die Ecke gebogen wäre, die ihr Album ebenfalls „Music“ nannte – das war Madonna.
Text
Rolf Thomas
Ausgabe
, Jazz thing 163
Veröffentlicht am 07. Mai 2026 um 07:58 Uhr unter Reviews