Guggenheim-Fellow: Ingrid Laubrock

Laubrock, 1970 in Stadtlohn im Münsterland geboren, ging nach ihrem Abitur nach London, wo sie sich autodidaktisch das Saxofonspielen beibrachte und zeitweise als Straßenmusikerin ihren Lebensunterhalt verdiente. Doch bald schon machte sie sich in Großbritannien einen Namen als kreative Improvisationskünstlerin, wirkte im Londoner Kollektiv F-IRE mit und spielte im Duo mit Liam Noble. Mit diesem Pianisten nahm sie „Sleepfire“ mit ihrem späteren Ehemann auf, dem Schlagzeuger Tom Rainey aus Brooklyn. Seit ihrem Umzug in die USA hat die Saxofonistin gut 30 Alben unter eigenem Namen auf der Habenseite, als Leaderin stand sie Bands wie Anti-House oder Paradoxical Frog vor und als Saxofonistin arbeitete sie unter anderem mit Anthony Braxton, John Zorn, Dave Douglas, Jason Moran, William Parker, Mary Halvorson, Kris Davis, Tyshawn Sorey und Craig Taborn zusammen. 2009 bekam Laubrock den SWR-Jazzpreis, 2012 wurde sie ein Jahr lang „Improviser in Residence“ der Stadt Moers und 2025 erhielt sie den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Holzblasinstrumente“.
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