Marc Copland,Drew Gress,Mark Ferber

Someday

(Inner Voice/Galileo MC)

Marc Copland / Drew Gress / Mark Ferber – Someday (Cover)Nächste Station des rastlosen Abenteurers Marc Copland: Nach seinem Intermezzo mit dem Geiger Mark Feldman zieht es den Pianisten wieder zurück zu Saxofonisten, zu denen er eine Seelenverwandtschaft pflegt, auch weil es sich dabei um sein erstes Instrument handelt. Zunächst war es der Franzose Jean-Charles Richard („L‘Étoffe Des Reves“; La Buissonne) und nun der Belgier Robin Verheyen. Gleichzeitig bedeutet „Someday“ eine Rückkehr zum geliebten Quartettformat, in dem er sich geborgen fühlt. Was nichts mit Komfortzone zu tun hat. Denn ein Copland geht immer Risiko, selbst bei scheinbar harmlosen Standards wie den Miles-Signatur-Themen „Someday My Prince Will Come“ oder „Nardis“ oder Monks „Let’s Cool One“, von den verästelten Originals ganz zu schweigen. So scheint es, als hätte er sich den Belgier deshalb ausgesucht, weil er wie eine Fortschreibung des jungen Copland klingt. Ein musikalischer Tagtraum also, der sich in mal fulminantem, mal meditativem Interplay widerspiegelt. Sein Dauerbuddy Drew Gress (Bass) und Drummer Mark Ferber unterstützten den Pianisten bei seinem Quasidialog mit sich selbst. Wie immer bei Marc Copland: spannend!

Text
Reinhard Köchl
, Jazz thing 147

Veröffentlicht am unter Reviews

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