Julian Lage

The Layers

(Blue Note/Universal)

Julian Lage – The Layers (Cover)Auf seiner zweiten Begegnung mit Bill Frisell unter eigenem Namen (Unter John Zorns Regie haben sie schon einige Alben zusammen eingespielt.) besinnt sich Gitarrensenkrechtstarter Julian Lage wieder ein wenig mehr seiner eigenen Stärken, die vor allem in der Kombination von Americana und Jazz liegen. Freilich ist das auch gerade die Kernkompetenz von Frisell, weshalb sich die beiden Gitarristen auf ihrem ersten Zusammentreffen „A View With A Room“ auch ein wenig neutralisierten. Eine klare Trennlinie zwischen beiden Stimmen ist auch auf „The Layers“ nur schwer zu erkennen, was nicht verwundert, stammen die sechs Tracks doch aus derselben Session wie das erste Album. Und doch scheint es einen Grund zu geben, warum man erst die einen und jetzt die neuen Tracks in die Welt setzte, denn auf „The Layers“ zeigen sich Lage und Frisell doch etwas experimentierfreudiger. Der Faden der Melancholie durchzieht auch diese Songs, und doch durchlaufen sie allerlei Umwege und Nebenstrecken, die sie interessanter und abwechslungsreicher machen.

Text
Wolf Kampmann
, Jazz thing 148

Veröffentlicht am unter Reviews

Deutscher Jazzpreis 2024