Ikiz

Checking In

(Care/edel)

Ikiz - Checking InImmer auf Achse. Das Leben ein einziger „Check-in“-Schalter. Weil der schwedische Drummer Robert Mehmet Sinan Ikiz mehr Zeit in Hotels und auf Flughäfen als zu Hause verbringt, hat er seinem Einstand als Solokünstler den entsprechenden Titel verpasst. Das viele Unterwegssein hat mit den Qualitäten des Taktgebers zu tun – er trommelte schon für Jay-Z, Nils Landgrens Funk Unit oder Magnus Lindgrens Batacudo. Die beiden Letztgenannten finden sich auch auf „Checking In“ wieder, neben dem israelischen Pianisten Shai Maestro, den Sängern China Moses und Melo sowie diversen Fachkräften der schwedischen Szene. Debütanten packen oft die ganze Palette ihrer Einflüsse und Vorlieben auf Erstlinge. Das ist auch bei Ikiz nicht viel anders, nur bei ihm klingt die stilistische Vielfalt organischer. Mit differenzierten Grooves schiebt er Musik an, die an die Soundästhetik der 1960er bis 80er erinnert und nicht so glatt ist wie die vieler Bandleader, mit denen er arbeitet. Es gibt Funk, Soul, akustischen Jazz und sogar Anspielungen auf die Herkunft des Schlagzeugers, der in Istanbul geboren wurde und als Vierjähriger mit den Eltern nach Schweden auswanderte. Ein inspiriertes Album.

Text
Ssirus W. Pakzad
, Jazz thing 96

Veröffentlicht am unter Reviews
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