Florian Ross Quintet

Lines & Crosscurrents

(Toy Piano Records/toypianorecords.de)

Florian Ross Quintet – Lines & Crosscurrents (Cover)Es war zu erwarten, dass Florian Ross irgendwann sein eigenes Label gründen würde; mit der Rückkehr zur Quintettform ist es nun soweit. Bis ins letzte Detail inklusive Covergestaltung und -fotografie hat der Kölner die Veröffentlichung gestaltet und das musikalische Ergebnis ist nicht minder unabhängig, eigen und kreativ geraten. Fabian Arends, der bereits auf Ross’ Big-Band-Debüt feingliedrig-raffiniert trommelte, und Bassist David Helm agieren auf Augenhöhe mit den Holzblaswerken von Niels Klein und den Tasten des Bandleaders, der diesmal einen Synthie in sein Arsenal platziert hat – an herausragender Stelle. Und außerdem hat er ein gänzlich ungewöhnliches Instrument in die Runde geholt: Die Pedal Steel ist immer noch eine Randfigur im Jazz. Markus Segschneider bringt auf dem Instrument Riffs zum Klingen, die man in der Tat sonst eher in Nashville verortet. Aber es passt: Seine geschmeidigen Slides kontrastieren funkensprühende Synthiesounds, taugen als Werkzeug für weit strahlende Soundscapes oder gehen mit den Tasten des Bandleaders eine Allianz in Richtung Jazz-Rock ein, wobei die Keys manche George-Duke-Farben der 1970er in Erinnerung rufen. Sphärisch, funky und auch mal ganz romantisch: Der Albumtitel bringt’s auf den Punkt.

Text
Uli Lemke
, Jazz thing 108

Veröffentlicht am unter Reviews
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/review/florian-ross-quintet-lines-crosscurrents/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.