Andreas Willers

Derek Plays Eric

(Jazzwerkstatt/jazzwerkstatt.eu)

Andreas Willers – Derek Plays Eric (Cover)Der Gitarrist Andreas Willers harrt immer noch der großen Entdeckung – es gibt wohl keinen originelleren Saitenquäler in Deutschland. Mit dieser CD hat Willers den Vogel abgeschossen. Wie bei einer gigantischen Explosion wirft er Einflüsse in die Luft – Derek Bailey, Eric Clapton, John McLaughlin, Duke Ellington, die längst vergessene Prog-Band Gentle Giant, Charles Mingus, Jack Bruce – und probiert aus, was man davon gebrauchen kann. Das Ergebnis ist ein völlig irres Klanggebräu aus britischem Blues- und Jazz-Rock, einer experimentellen Spielauffassung und winzigen Spurenelementen der Jazztradition. An seiner Seite der famose Berliner Bassist Jan Roder und Schlagzeuger Christian Marien, für die Liner-Notes konnte Willers gar den legendären Cream-Texter Pete Brown gewinnen, der sich an manchen Stellen auf abseitigste Spuren führende Gedanken macht und dann wiederum überraschend schlecht informiert ist.

Text
Rolf Thomas
, Jazz thing 124

Veröffentlicht am unter Reviews

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