Paula Morelenbaum (bossarenova), Foto: Michael BrehmDer Premio da Música Brasileira ist das brasilianische Pendant zum Grammy, erstmals wurde jetzt ein Deutscher für den Preis nominiert. Jazzdozent und SWR Bigband-Leader Ralf Schmid, der in der Vergangenheit schon mit Herbie Hancock arbeitete und mit ObliqSound ein eigenes Jazzlabel betreibt, kann sich glücklich schätzen, neben Größen wie Gilberto Gil und Maria Bethânia auf der Liste des Premio zu stehen. Nominiert wurde seine Produktion „bossarenova“ (Skip/Soulfood) von 2009, auf der er mit der Sängerin Paula Morelenbaum, dem Trompeter Joo Kraus und der SWR Bigband eine neue, orchestrale Lesart brasilianischer Klassiker vorstellt. In Kürze brechen Schmid und Morelenbaum mit ihrem Projekt zu einer USA-Tournee auf.

??In Köln steigt am 23.6. die Summerstage von Funkhaus Europa, die sich in dieser Ausgabe ganz auf „selbstbewusste Frauen und engagierte Männer“ der Latin-Szene fokussiert. Mit dem Schwerpunkt Mexiko feiert man zugleich die 200jährige Unabhängigkeit des Staates: Die Radiomacher haben die Grammy-Gewinnerin Julieta Venegas an den Rhein geholt, die sich von ihren Landsleuten des experimentellen Mexican Institute of Sound, wo man mit Vorliebe Mariachi, HipHop, Soul, Cumbia und Ska vermengt, ordentlich abhebt. Weitere Facetten aus Mexiko sind mit der Songwriterin Ely Guerra und der Indiepop-Neuentdeckung Natalia Lafourcade am Start. Für eine progressive, mit HipHop, Funk und Reggaeton unterfütterte Art puertoricanischer Musik schließlich steht die junge Formation Calle 13.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Michael Brehm

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