Shalom-Musik.Koeln: ZUHÖREN

Neben Konzerten mit sakraler jüdischer Musik, weltlichem Pop und Folk, sinfonischer und Kammermusik (das lässt sich am „Langen Tag mit jüdischer Musik“, am 6. September, an vielen Orten in Köln bei freiem Eintritt erleben) geht es auch am 3. September ums Zuhören, wenn im Ventana Köln der Pianist Omer Klein auf den Mandolinenvirtuosen Avi Avital trifft. Der eine, Klein, begegnet als Improvisationskünstler dem anderen, dem klassischen Musiker Avital. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach Anknüpfungspunkten zwischen einem zeitgenössischen Jazz hüben und der Musik des Barock, der Klassik und der komponierten Moderne drüben. Das verlangt von beiden feine Ohren, weil nur so sich Nuancen und Details im Spiel des anderen erkennen lassen.
„Artist in Residence“ ist in diesem Jahr Bar Zemach. Der junge Musiker aus Berlin, Hornist in Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra, spielt als einer der ersten weltweit den Schofar (ein uraltes jüdisches Ritualinstrument) als chromatisches Soloinstrument und schlägt eine Brücke zwischen sakraler Tradition und zeitgenössischer Konzertpraxis. Dann unter anderem noch im Programm von Shalom-Musik.Koeln: das Jewish Chamber Orchestra Hamburg, ein musikalisch-literarisches Porträt des jüdischen Kölner Komponisten Jacques Offenbach oder die Grande Dame der jiddischen Liedkunst, Shura Lipovsky.
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