Berlin: Club Transmediale

Das Programm bis 1. Februar ist ein ziemliches Dickicht aus hochtrabend benannten Themensträngen und mitunter sibyllinischen Projektnamen. Genaues Hinschauen offenbart jedoch sensibel kuratierte Mehrfach-Konzerte und Club-Abende aus diversen kulturellen und geografischen Gegenden. Zu den bekanntesten Namen zählen der iranische Musiker und Kurator Ziad Ata Ebtekar, der unter seinem Künstlernamen Sote auf Labels wie Warp, Morphine und SubRosa veröffentlichte, Ex-Boredom-Vokalist und John-Zorn-Kumpel Yamatsuka Eye in einer Kollaboration mit dem nicht minder extrem gesinnten C.O.L.O., Doom-Folk-Sängerin Emma Ruth Rundle, Stammgast Jan St. Werner (Mouse on Mars), Organistin Sarah Davachi, die argentinische Club-Lyrikerin Catnapp und die peruanischen Cumbieros von Denge Dengue Dengue.
Überhaupt ist der Anteil an jungen internationalen Projekten wie stets erfreulich hoch. So stammt das Duo Butcha Bwa aus Guadeloupe, Guedra Guedra ist ein Projekt des marokkanischen Produzenten Abdellah M. Hassak, und Elektro-Producer tripes reist aus Mauritius an. Kurz: das Reinhören lohnt bei jedem Namen, und einige davon sind ja auch von sich aus beredt, so wie das London Crumhorn Consort oder der Growlers Choir, der den Eröffnungsabend am 23. Januar im Haus der Visionäre eröffnet. Dem knurrenden Chor folgt ein Duett von Akkordeonistin Nataša Grujović und Posaunist Steve Moore (Posaune) mit einem Programm zwischen Drone und spirituellem Jazz sowie ein Auftritt des Post-Metal-Urgesteins Dylan Carlson alias Earth.
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CMT-Festival





