London: Jazz Festival

Seun KutiSeun KutiIn diesem Jahr findet das 1992 gegründete London Jazz Festival vom 15. bis 24 November 2024 an verschiedenen Orten in der britischen Hauptstadt statt, darunter im Ronnie Scotts, Vortex oder der Royal Festival Hall. Unter den bereits bekannt gegebenen Acts ist der Saxofonist Seun Kuti, der jüngste Sohn des Afrobeat-Pioniers Fela Kuti, der dessen letzte Band Egypt 80 nach dessen Tod weiterführt und leitet. Seun spielte bereits mit neun Jahren bei Auftritten seines Vaters und verwaltet dessen musikalisches Erbe. Unter anderem wird der Trompeter Charles Tolliver den Schlagzeuer Max Roach würdigen, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Tolliver spielte 1967 zum ersten Mal mit Roach. 1971 bat dieser ihn, eine Drum-Suite-Adaption des alten Spirituals „Singin‘ Wid A Sword In My Hand“ aus dem „James Weldon Johnson Book Of Negro Spirituals“ zu schreiben, die im selben Jahr beim Montreux Jazz Festival mit Roach, Tolliver und Stanley Cowell uraufgeführt wurde. Tolliver wird mit dem Schlagzeuger Darrell Green und der Tenorsaxofonistin Camille Thurman sowie einem Orchester und weiteren Gäst/-innen auftreten.

Zum 30. Jubiläum des offiziellen Endes der Apartheid tritt das südafrikanische Orchester Sikelela auf. Das Programm wird von Siyabonga Mthembu von The Brother Moves On und dem Pianisten, Komponisten und Sänger Thandi Ntuli kuratiert und bringt aktuelle Vertreter/-innen der Szene auf die Bühne – darunter Bokani Dyer, Thandiswa Mazwai, Keenan Meyer und Soweto Kinch. Die aktuelle Situation in Südafrika, gerade nach den gerade erfolgten Wahlen, zeigt, wie zerrissen das Land auch heute noch ist. Von der versprochenen „Regenbogennation“ sei man weit entfernt. Das Swahili-Wort für Freiheit und Unabhängigkeit ist „Uhuru“. Die Gruppe bezeichnet das derzeitige Südafrika als „Not yet Uhuru“. Doch die Hoffnung bleibt.

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London Jazz Festival

Text
Maxi Broecking

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Bezau Beatz