Horst und Gretl Will Stipendium: Luise Volkmann

Luise VolkmannLuise VolkmannZurzeit hat Luise Volkmann einen Lauf. Kürzlich erst wurde die junge Saxofonistin und Komponistin, 1992 in Bielefeld geboren, in Darmstadt mit dem „Kathrin-Preis“ ausgezeichnet. Jetzt heißt es aus der Kulturverwaltung ihrer Heimatstadt Köln, dass sie auch das mit 12.000 Euro dotierte „Horst und Gretl Will Stipendium für Jazz/Improvisierte Musik“ erhalten wird – nach der Sängerin Tamara Lukasheva 2018, dem Bassisten David Helm 2019 und der Saxofonistin Theresia Philipp 2020. Nach ihrem Saxofon-Studium in Leipzig und Paris sowie ihrer Ausbildung in Komposition in Köln hat sich Volkmann international fest in der Jazzszene etabliert. Ihre aktuelle Veröffentlichung „When The Birds Upraise Their Choir“ (nWog Records/edel), die sie mit ihrer Formation Été Large aufgenommen hat und die im vergangenen Herbst erschien, ist gleichzeitig auch eine Filmdokumentation mit Interviews über die 68er-Bewegung und über Musik und Freiheit.

„Sie arbeitet parallel in mehreren Ensembles, deren Gründung auf ihre Initiative zurückgeht“, heißt es in der Begründung der Jury, die unter anderem mit Hans-Jürgen Linke, Filippa Gojo und Frank Gratkowski besetzt war. „Ihre enorme Kreativität als Komponistin hat die Jury nachhaltig beeindruckt und überrascht, zumal ihre Musik bei aller zu Grunde liegenden Konstruktivität und sorgfältigen Planung nie die Vitalität und energetische Intensität vermissen lässt, die den raffinierten zeitgenössischen Jazz von der zeitgenössischen E-Musik unterscheidet.“ Preisverleihung und Preisträgerkonzert finden am 31. August im Rahmen der ersten Cologne Jazz Week im Stadtgarten statt.

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„Horst und Gretl Will Stipendium für Jazz/Improvisierte Musik“

Text
Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas

Foto
Jürgen Volkmann

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