MacArthur Fellow: Cécile McLorin Salvant

Cécile McLorin SalvantCécile McLorin SalvantEs sind gerade einmal gut drei Wochen her, da gehörte Cécile McLorin Salvant zu den Gewinner*innen der „Doris Duke Artist Awards“ 2020 und durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 275.000 US-Dollar freuen. Vergangene Woche hat die amerikanische „MacArthur Foundation“ nun bekanntgegeben, dass die 1989 in Miami geborene Sängerin auch noch eine der „MacArthur Fellows“ geworden ist und in den kommenden fünf Jahren insgesamt 625.000 Dollar ausbezahlt bekommen wird. Sie sei „eine Sängerin und Komponistin, die eine eigene historische Perspektive, einen eigenen Sinn für Dramaturgie und ein aufgeklärtes musikalisches Verständnis sowohl für Jazzstandards als auch für ihre Originalkompositionen mitbringt“, heißt es in der Begründung. „Salvant ist klassisch ausgebildet und reich an Erfahrung im Jazz-, Blues-, Folk-, Musiktheater-, Kabarett- und Varieté-Umfeld. Ihr Repertoire ist breit, womit sie die Möglichkeiten des Songs als Kunstform erweitert.“

„Ich wollte immer schon Geschichten erzählen und mich mit Figuren beschäftigen. Das Singen erlaubte es mir, das auf meine Art zu tun“, so McLaurin Salvant. „Ich denke, unsere ganze Welt ist auf Geschichten aufgebaut; so organisieren wir uns als Menschen. Das Geschichtenerzählen war für mich eine Möglichkeit, mich auch mit schwierigen Themen unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen – düsteren Aspekten unserer Kultur und unserer Geschichte. Ich interessiere mich sehr dafür, Brücken zu bauen und der Frage nachzugehen, wie die Dinge miteinander verbunden sind. Deshalb interessiere ich mich so für das Studium der Geschichte und wie die sich auf unsere Gegenwart auswirkt.“

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„MacArthur Fellow“ McLorin Salvant

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas

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