Emel MathlouthiEmel MathlouthiVom 14. bis 23. Oktober dreht sich in verschiedenen Spielstätten Wiens wieder alles um neue Facetten der orientalischen Musik. Die diesjährige Ausgabe des Festivals „Salam Orient“ legt zum einen den Schwerpunkt auf den Maghreb – und sie hat außerdem einen stark weiblich geprägten Fokus. Die beiden Kuratorinnen Katrin Pröll und Martina Laab haben mit der Tunesierin Emel Mathlouthi, der Marokkanerin Oum und der algerischen Berberin Houria Aïchi drei Frauen eingeladen, die die maghrebinische Moderne mit Elektro-Pop, jazzigem Songwriting und dem Ausloten archaischer Traditionen geprägt haben.

Weitere Kosmopolitinnen der arabischen Szene sind mit der in New York lebenden Sudanesin Alsarah und der syrischen Wahlwienerin Basma Jabr am Start, Asmaa Hamzaoui ist als erste Leaderin einer rein weiblich geprägten Gnawa-Band in die Donaumetropole eingeladen. Auf Setar, Gitarre und Oud kombiniert der Iraner Mahan Mirarab seine Wurzeln mit Jazz, Dudu Tassa & The Kuwaitis betreiben spannende Ahnenforschung zwischen Israel und dem Irak. „Salam Orient“ wartet auch mit dem Kinderworkshop „Die Rhythmusstraße“ auf, den der Palästinenser Marwan Abado gestaltet, des weiteren gibt es Lesungen und Künstlergespräche.

Weiterführende Lin
„Salam Orient“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
James Mountford

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