HamburgHamburgVor zehn Jahren gab es schon einmal die Idee, Hamburg zum kreativen, pädagogischen und konzertanten Mittelpunkt für Jazz und improvisierte Musik in Deutschland und darüber hinaus zu machen. Die Hamburger Dr. E. A. Langner-Stiftung, der Hamburger Senat und die Hochschule für Musik und Theater (HfMT) haben eine vielseitige „Machbarkeitsstudie zum Konzept einer ,HfMT Academy Of Jazz, Pop & Contemporary Music‘ in der Freien und Hansestadt Hamburg“ in Auftrag gegeben, um die Situation für Jazz in Hamburg zu analysieren und über einen Bedarf für eine Akademie nachzudenken. Doch die Ergebnisse dieser Studie fielen wohl negativer aus als erwartet, eine Realisierung dieser Akademie erschien wenig erfolgversprechend. Die Machbarkeitsstudie verschwand daraufhin in den Schubladen der Hamburger Kulturbürokratie.

Nun wurde zumindest die Idee noch einmal hervorgeholt und die Partner vor zehn Jahren kamen überein, den Jazzstudiengang auszubauen und in die Hochschule für Musik und Theater Hamburg eine Jazz Hall als Spielstatte zu integrieren. Das ursprüngliche Konzept vor zehn Jahren wurde abgespeckt, auch das Budget verkleinert. Doch soll die Jazz Hall „der erste Baustein eines Gesamtpakets zur Stärkung der Jazzausbildung in Hamburg“ sein, wie es in der Pressemitteilung heißt: „Außerdem soll in Kooperation mit der Dr. E.A. Langner-Stiftung der Masterstudiengang Jazz deutlich ausgebaut werden.“ Baubeginn für die Jazz Hall ist Herbst 2019, finanziert wird das Projekt mit fünf Millionen Euro durch die Dr. E.A. Langner-Stiftung und 700.000 Euro durch den Senat. Geplant ist, den Konzertbetrieb im Wintersemester 2020 aufzunehmen.

„Durch die Unterstützung der Dr. E. A. Langner-Stiftung erhält Hamburg einen neuen, attraktiven Musik-Veranstaltungsort. Die neue Jazz Hall wird ein Aushängeschild für die Hochschule für Musik und Theater und ihre Jazzabteilung“, sagt Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister Hamburgs. „Ich bin sehr glücklich, begeistert und dankbar, dass der Hamburger Senat die Projektidee zum Ausbau der HfMT-Jazzabteilung nach vielen Jahren Vorarbeit nunmehr umsetzen wird“, so der Stifter Dr. Ernst A. Langner: „Meine Vision von der Aufstockung der Anzahl der Studienplätze, einem verbesserten Studienangebot und der Errichtung einer Jazz Hall wird nunmehr Wirklichkeit.“

„Der Fachbereich Jazz der HfMT genießt schon jetzt einen hervorragenden Ruf“, ist Katharina Fegebank, Hamburgs Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, überzeugt: „Mit der Jazz Hall und weiteren geplanten Proberäumen kann die HfMT ihr Jazz-Profil weiter schärfen und noch bessere Ausbildungsbedingungen schaffen. Der Ausbau des Masterstudiengangs macht das Gesamtpaket perfekt. Er wird ein Anziehungspunkt für die talentiertesten Musikerinnen und Musiker sein.“

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HfMT Jazz Hall

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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