Horacio Ferrer & Astor Piazolla 1970Horacio Ferrer & Astor Piazolla 1970Argentinien betrauert gleich zwei große Meister des Tango, die noch im alten Jahr 2014 gestorben sind. Der Uruguayer Horacio Ferrer, am 21. Dezember gestorben, wurde vor allem durch seine von 1955 bis 1973 dauernde Zusammenarbeit mit Astor Piazzolla als Textdichter bekannt. Die wichtigste Schöpfung der beiden ist die Tango-Oper „Maria De Buenos Aires“. Zentral für das Werk des Poeten, der auch als Journalist und Redakteur arbeitete (unter anderem bei der Tangozeitschrift „Tanqueando“) ist auch die vertonte Gedichtsammlung „Romancero Canuyengue“. 1990 gründete Ferrer in Buenos Aires die Nationale Tango-Akademie, die er bis zu seinem Tod im Alter von 81 Jahren leitete.

Mit 87 Jahren starb am 28. Dezember der Komponist und Musiker Leopoldo Federico. Bereits in den 1940ern und ‚50ern war Federico Bandoneonista in etlichen berühmten Orchestern, unter anderem dem von Carlos di Sarli und Anibal Troílo. 1955 schloss er sich dem Octeto von Astor Piazzolla an und machte in der Folge ebenso etliche Einspielungen mit dem Sänger Julio Sosa. Federico hat mehr als 50 Tangostücke geschrieben.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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