ELBJAZZ 2018

Tribut für Joao Gilberto: Gilberto GilGilberto Gil

Er selbst tritt nicht mehr auf – seit Jahren lebt der nun 82-jährige Erfinder der Bossa Nova, João Gilberto, zurückgezogen in einem Hotelapartment in Rio. Nun hat sich ein elf Jahre jüngerer Kollege und Quasi-Namensvetter an ein Tribut gewagt. Gilberto Gil huldigt seinem Landsmann mit der CD „Samba Você E Eu“ (bei Sony erschienen, aber nur über Import verfügbar) und mit den Bühnenshows „Gilbertos Samba“. Der Titel verrät, dass sich der ehemalige Kulturminister Brasiliens nicht die offensichtlichen Bossa-Evergreens herausgegriffen hat, sondern auf die Samba-Vorläufer des Genres zurückgreift, die in Joãos Repertoire mit Liedern wie „Aos Pés Da Cruz“ oder „Eu Sambo Mesmo“ stets prominent vertreten waren.

„Er war mein größter musikalischer Einfluss überhaupt“, sagt Gil im Interview. „Ihm habe ich zu verdanken, dass ich Gitarre spiele.“ Er sei in die Musik des Älteren abgetaucht, um dessen Stimme und Gitarrenspiel besser verstehen zu können. Dadurch sei er nun imstande, João Gilbertos Stil in seiner eigenen Sprache zu interpretieren. Im Herbst kommt Gil mit dem Programm auf Europatournee. Zuvor bereits, im Mai, gibt es ein weiteres Highlight für Aficionados der brasilianischen Klassiker: Dann nämlich gibt Gils Kollege Caetano Veloso ein paar rare Konzerte in der Alten Welt.

Weiterführende Links:
Gilberto Gil
Caetano Veloso

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Creative Commons/Joi Ito

Veröffentlicht am unter News
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