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Abram WilsonZum Tode von Abram WilsonSein Umzug aus den USA in die britische Hauptstadt wurde zum Karriereschub für Abram Wilson: Vor zehn Jahren kam der 1973 in Fort Worth geborene und in New Orleans aufgewachsene Trompeter nach London, wo er von der jungen britischen Szene mit offenen Armen aufgenommen wurde. Seine technische Brillanz auf der Trompete erinnerte an Freddie Hubbard, seine Spielkultur auf dem Instrument bestach gleichermaßen durch ein enormes Wissen um die Geschichte der swingenden Musik seiner Heimat USA wie durch den Wunsch, den Mainstream des Jazz durch andere Musikgattungen zu modernisieren. Hierzulande wurde man auf Wilson aufmerksam, als er 2003 mit dem Saxofonisten Soweto Kinch einige Konzerte spielte, unter anderem im Kölner Stadtgarten. Und man war überrascht, wie raffiniert und gekonnt die beiden die „klassische“ Jazzquintett-Besetzung durch HipHop, Funk und Soul erweiterten, ohne dass sie eine swingende Phrasierung oder eine jazztypische Improvisationskunst vergessen ließen.

Wilson blieb in London. Er nahm dort drei Alben unter eigenem Namen auf, wovon das zweite, „Ride! Ferris Wheel To The Modern Day Delta“, 2007 mit dem „British Jazz Award“ in der Kategorie „Best New CD“ ausgezeichnet wurde. Aber nicht nur als Musiker konnte sich Wilson in der britischen Szene einen Namen machen. Auch setzte er sich als „Assistan Artistic Director“ der Organisation „Tomorrow’s Warriors“ dafür ein, Kinder und Jugendliche an Jazz und improvisierte Musik heranzuführen. Vor allem mit seinem Programm „Teenie Warriors“ war er überaus erfolgreich: Kinder im Alter zwischen neun und elf Jahren bekamen auf verschiedenen Instrumenten kompetenten Unterricht. „Als eine Art moderner ,Rattenfänger‘ sorgte er dafür, dass ihnen die Leistungen dieser Musikgattung bewusst wurden“, wie es jetzt im Nachruf auf der Website von „Tomorrow’s Warriors“ heißt. Denn am 9. Juni ist Wilson 38-jährig an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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