psychische Gesundheitspolitik in den USA https://deutschpillen.com/ Rezept Drogenkonsum während der Schwangerschaft

Adam YauchIst am 4. Mai gestorben: Adam Yauch von den Beastie BoysVor 26 Jahren war es ein Schock. Damals, Mitte der 1980er, hatte man sich gerade an den noch jungen „Rap“ gewöhnt – daran, dass DJs an den Plattentellern für das musikalische Setting sorgten, über das MCs ihren Sprechgesang jagten. Dann sah man ein Musik-Video, das so überhaupt nicht passen wollte: „(You Gotta) Fight For Your Right (To Party!)“ von den Beastie Boys. Drei weiße Kids mischten eine Spießerparty auf: Die Rockerfreunde wurden hinzugeholt und die Mädels flachgelegt, harter Alkohol wurde getrunken – und natürlich wurde rappend „gepöbelt“, was das Zeug hielt.

Begonnen hatten die Beastie Boys als Punk-Band. Rasch merkten Adam Yauch alias MCA, Michael Diamond alias Mike D und Adam Horovitz alias Ad Rock, dass diese Musik längst ihre subversive Kraft verloren hatte. Stattdessen verlegten sich die drei Mittelklasse-Bubis auf den Rap (der später HipHop heißen sollte). An Stelle von afroamerikanischer Popmusik als Fundus nahmen sich die Drei das vor, was sie kannten: Punk und Rock der harten Gangart. Unter der Produzentenschaft von Rick Rubin entstand dann das Album „Licensed To Ill“, das 1986 millionenfach über den Ladentisch ging und das erste „weiße“ Hit-Album in der Geschichte des HipHop war.

Aber die Beastie Boys waren kein „One Hit Wonder“. In den folgenden Jahren entpuppten sie sich als profunde Kenner der amerikanischen Popularkultur. So kannten sie sich etwa in den Soundtracks der amerikanischen TV-Krimi-Serien der 70er ebenso aus wie in der Geschichte des Jazz, Blues, Funk und Soul. Sie zeigten einen musikalischen Eklektizismus, dem eins jedoch nie verloren ging: Subversivität.

Seit dem 4. Mai 2012 ist die Band der drei einstigen Krawall-Rapper wohl Geschichte. Der bekennende Buddhist Yauch, der mit seiner ranzigen Stimme stets so treffsicher die seiner beiden Freunde kontern konnte, ist an seiner Krebserkrankung gestorben. Und viel zu jung: Adam Yauch wurde nur 47 Jahre alt.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Veröffentlicht am unter News
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/news/2012-5-10-rip-adam-yauch/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.