Mitch Winehouse & Thilo Wolf Big Band - Swinging Cole Porter

Olá: Carwyn Ellis & Rio 18

2017 war der walisische Singer/Songwriter, Produzent und Multiinstrumentalist Carwyn Ellis mit Chrissie Hynde und den Pretenders auf Brasilien-Tournee. Es war auch die Sängerin, die Ellis auf die Idee brachte, ein Album mit brasilianischer Musik und walisischen Texten zu machen. Er lernte Alexandre Kassin kennen, mit dem er als Rio 18 die Songs für das Debüt „Mas“ aufnahm, die sich allesamt um Umweltaspekte im Allgemeinen und das Thema Wasser im Besonderen drehen.

Das Folgealbum „Yn Rio“ setzt sich wiederum mit dem Gefühl der Sehnsucht vieler Waliser*innen auseinander, wenn sie weit weg von zu Hause sind. Dieses Gefühl hatte Ellis auch in der Zeit, als er in Rio war, um „Mas“ zu produzieren. Zudem spielte die Corona-Pandemie eine wichtige Rolle bei der Produktion der Songs. „Wenn du nicht in den Urlaub fahren kannst“, so Ellis, „dann kannst du dir zumindest eine gute Platte auflegen“. Die Musik „Yn Rio“ ist zwar weiterhin in Brasilien verwurzelt, doch der Sound ist breiter angelegt, weil daran Musiker*innen aus Südamerika, den USA und das BBC National Orchestra Of Wales beteiligt sind.

Das komplette Album erscheint am 22. Oktober, heute gibt es mit der Single „Olá“ schon mal einen Vorgeschmack auf das, was Carwyn Ellis & Rio 18 produziert haben. Mit dem portugiesischen „Olá“ jedenfalls soll die Hoffnung auf bessere Zeiten nach dem Ende der Pandemie begrüßt werden. Die Musik atmet den Geist von Jorge Ben und schafft es, ausgeglichen und euphorisch zugleich zu klingen. Das Video gibt es ab heute bei uns in JAZZthing.TV zu sehen.

Carwyn Ellis & Rio 18 - Olá! (Screenshot: YouTube)

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Martin Laurentius
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Screenshot: YouTube

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