Berlin: Jazz im Gretchen

Neil Cowley TrioNeil Cowley TrioWas sich im Berliner Club Gretchen lange abzeichnete, nimmt in diesem Jahr festere Konturen an: Der Anteil an vielversprechenden Jazzkonzerten steigt. Allein in den verbleibenden Wintermonaten stehen Auftritte der multilingualen Grenzgängerin Gabi Hartmann (27.1.), der Forced Meditation um JJ Whitefield (28.1.), des Trios des britischen Schlagzeugers Richard Spaven (31.1.) sowie von US-Saxofonist Logan Richardson (2.2.), dem britischen Neil Cowley Trio (4.2.) und Blue-Note-Artist Nate Mercerau (27.2.) auf dem Programm. Und das ist nur die Spitze des Jazzberges, der sich im Frühling mit Konzerten von unter anderen Theo Croker (29.3.), Lychee Lassi (25.4.) und Nubiyan Twist (2.5.) fortsetzt.

Und bereits am 13. Februar feiern die unverwüstlichen Shake Stew ihr zehnjähriges Jubiläum in der Spielstätte im Kreuzberger Dragonerareal, deren Wurzen eigentlich im Drum&Bass liegen. Tatsächlich findet dort mit „Recycle“ nach wie vor die dienstälteste Drum&Bass-Nacht Berlins statt. Dazu kamen im Lauf der Jahre wiederkehrende Clubreihen von und mit Mr. Scruff und Acid Arab („Hafla“) oder auch Kevin „The Bug“ Martins bassmächtige „Pressure“-Nächte. Das von Beginn an geschmackvolle Live-Programm wuchs im Lauf der Jahre mit und reichte bald von HipHop und Soul über psychedelischen Funk und elektronische Cumbia bis Afrobeat. Die Mischkalkulation aus DJ-befeuerten Clubnächten und hochwertigem Live-Booking scheint so weit aufzugehen, dass Jazzbands, für die man sich vor 20 Jahren noch ins Quasimodo gequetscht hätte, mit ausreichend Platz, rauchfrei und zu erschwinglichen Preisen zu erleben sind.

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Gretchen

Text
Eric Mandel
Foto
Tom Barnes

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