21: Morgenland Festival

Parvaresh setzt ihr Premierenprogramm in Osnabrück vom 29. Mai bis 6. Juni unter das Motto „Stimmen der Diaspora“, mit dem sie neue inhaltliche Impulse für dieses international renommierte Musikfestival setzen will. Sie versteht den Begriff „Morgenland“ vor allem als Symbol für das Kommende und als Ort der künstlerischen Freiheit. Für ihr erstes Festival will sie deshalb den Fokus auf Kunst- und Musikschaffende richten, deren Biografien durch Migrationserfahrung und das Leben zwischen verschiedenen Kulturen geprägt sind.
Die neue Ausrichtung des Festivals zeigt sich bereits in den ersten gerade bekannt gegeben Namen. Die in New York als Tochter indischer Eltern geborene, mittlerweile in Berlin lebende Vokalistin Ganavya wird das Eröffnungskonzert mit einer meditativen Verbindung von südindischer Klassik, Jazz und Ambient gestalten, während die britisch-bahrainische Trompeterin Yazz Ahmed zeitgenössischen Jazz mit der arabischen Musiktradition in Verbindung bringt oder der ägyptische Dichter und Sänger Abdullah Miniawy seine gleichermaßen ekstatische wie visionäre Vokalmusik aufführt.
In einen experimentellen Dialog von Elektronik und Jazz treten der Pianist Kit Downes und die Turntablistin Shiva Feshareki. Mahan Mirarab und Bernhard Schimpelsberger fusionieren mit der Posaunistin Shannon Barnett iranische Melodien mit eindringlicher Rhythmik. Und die kurdische Sängerin Sakîna begreift ihr international besetztes Ensemble als Kollektiv, in dem gleichberechtigte Stimmen spirituelle und nahöstliche Einflüsse in offene und zeitgenössische Klangsynthese zusammenführt. Das komplette Programm des Morgenland Festivals Osnabrück wird Ende Februar bekannt gegeben.
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Morgenland Festival Osnabrück





