Zum ersten Mal bringt die Sängerin Fay Claassen ein Album heraus mit überwiegend eigenen Kompositionen, mit Stücken, an denen sie fleißig mitgeschrieben hat. Und mit „Soulprint“ hat sie einen durchaus treffenden Titel für die zehn Songs gefunden, ist die Musik soulig und seelenvoll. So kommen die großen gesanglichen Qualitäten der stimmstarken Künstlerin aus den Niederlanden so richtig zur Geltung. Etwa bei der lässigen, soul-jazzigen Nummer „Good Times“. Die stammt mal nicht aus Claassens Feder, dafür aus der von Ehemann Paul Heller, dem deutschen Saxofonisten. Claassen swingt elegant, streichelt die Seele mit ihrer samtenen Stimme, kann wunderbar modulieren, aber auch kraftvoll tönen. Zusammen mit ihrem wunderbaren Quartett um Tastenmann Karel Boehlee und Gitarrist Peter Tiehuis ist der Sängerin hier ein zeitlos schönes, vielfältiges Jazzalbum gelungen.
Text
Christoph Giese
Ausgabe
, Jazz thing 162
Veröffentlicht am 02. Feb 2026 um 07:59 Uhr unter Reviews