jazzahead!: CLUBNIGHT-Double

Sydney MavundlaSydney MavundlaAnlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums präsentiert die jazzahead!, die dieses Jahr vom 22. bis 25. April in Bremen stattfindet, eine Premiere: ein CLUBNIGHT-Double. Am 25. April findet erstmals eine CLUBNIGHT in Bremerhaven statt – zusätzlich zur angestammten CLUBNIGHT am Abend zuvor in Bremen. Bis 1974 war Bremerhaven der größte Auswandererhafen Kontinentaleuropas. Millionen Menschen schifften sich von dort nach Übersee ein. Über US-amerikanische Truppentransporter landeten ab den 1950er-Jahren aber immer auch Jazzmusiker in dieser Hafenstadt – eine Tradition, die die jazzahead! nun aufleben lässt.

In Bremerhaven gibt es Konzerte unter anderem mit der Dance-Funk-Band Mazaratee um den italo-karibischen Musiker Christopher Serazzi. Auch das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven ist als Spielort dabei, wo der Johannesburger Trompeter Sydney Mavundla mit seinem Quartett zu hören sein wird. „Jazz ist der Soundtrack der Migration – er verkörpert die Sprache des Aufbruchs und des kulturellen Dialogs“, so Museumsdirektorin Simone Blaschk: „Wir sind als Migrationsmuseum daher besonders froh, der CLUBNIGHT eine Bühne zu geben.“

Am 24. April steigt in Bremen die reguläre CLUBNIGHT bis in die frühen Morgenstunden. Auch Acts aus Bremens Partnerstädten Danzig, Riga und Odessa sind diesmal dabei – wie zum Beispiel ein Duo mit dem ukrainischen Pianisten Andrii Pokaz und dem schwedischen Schlagzeuger Magnus Öström. Höhepunkt der CLUBNIGHT dürften die Konzerte mit Bands vom diesjährigen Partnerland Schweden sein. Der lyrische Piano-Jazz des Emil Brandqvist Trios ist an diesem Abend ebenso zu hören wie der Soul-Funk von Nine Sparks Riots um den Posaunisten Kristian Persson, der groovende Modern Jazz von William Soovik mit Grand Finale und das experimentelle Projekt BITOI des Bassisten Cassius Lambert mit Sängerinnen aus Schweden und Dänemark.

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Text
Martin Laurentius
Foto
Sydney Mavundla

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