Lebenswerk: Alexander von Schlippenbach

Alexander von SchlippenbachAlexander von SchlippenbachGleich zwei Jazzpreise erhält Alexander von Schlippenbach in diesem Jahr. Der 1938 geborene Pianist wird den Jazzpreis Berlin bekommen – und vergangenen Donnerstag ist zum Auftakt der jazzahead! in Bremen bekannt gegeben worden, dass ihn die Jury des Deutschen Jazzpreises für sein Lebenswerk ehren wird, mit dem sie Künstler/-innen und Akteur/-innen auszeichnet, die sich über lange Zeit und in besonderem Maße um den Jazz in Deutschland verdient gemacht und in diesem Sinne einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Genres geleistet haben.

„Alexander von Schlippenbach, Free-Jazz-Pionier und eine Legende in der deutschen Jazzszene, ist eine Schlüsselfigur in der Musik, die Freiheit verkörpert“, so die Jury-Begründung. „Schlippenbachs Werk bewegt sich dabei gekonnt zwischen rigorosem Individualismus und uneingeschränktem kollektivem Geist, zwischen intellektueller Architektur und bedingungsloser Hingabe an den Spielprozess. Sein Wirken reicht von Solos über Duos mit Aki Takase bis hin zu größeren Formationen, wobei er stets Individualismus und kollektiven Geist vereint. Seine Fähigkeit, sowohl am Klavier als auch im Orchester innere Klangvorstellungen auszudrücken, zeigt seine bemerkenswerte Vielseitigkeit und sein tiefes musikalisches Verständnis.“

Schlippenbach wird am 18. April ausgezeichnet, wenn der Deutsche Jazzpreis im Kölner E-Werk vergeben wird. Auszeichnungen in 21 weiteren Kategorien werden verliehen, die mit Preis- und Nominierungsgeldern in einer Höhe von insgesamt 480.000 Euro verbunden sind. „Der Deutsche Jazzpreis zeichnet die herausragende künstlerische Leistung von Musikerinnen und Musiker aus und ist ein Symbol für die Vielfalt und die kulturelle Bedeutung der Jazzmusik in Deutschland“, so Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „Als Oberbürgermeisterin bin ich stolz darauf, dass unsere Stadt auf eine lange Jazz-Tradition zurückblicken kann und über eine der kreativsten und lebendigsten Jazzszenen in Europa verfügt. Es ist mir deshalb eine große Freude, dass die Verleihung des Deutschen Jazzpreises gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Initiative Musik 2024 und 2025 in Köln stattfindet.“

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Deutscher Jazzpreis

Text
Martin Laurentius
Foto
Carolyn Forbes

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